Belastbarer Umgang mit technischen Unsicherheiten

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Funktionale Sicherheit
  Funktionale Sicherheit, Einleitung
  Sicherheit vs. Zuverlässigkeit
  IEC 61508
  ISO 13849
  IEC 61508 vs. ISO 13849

  Abschliessende Bewertung

Der Begriff Funktionale Sicherheit ist nicht eindeutig definiert und dient eher zur Abgrenzung von einfachen passiven Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Geländern.
Etwas anschaulich kann man sagen, dass Funktionale Sicherheit solche Sicherheitseinrichtungen umfasst, die
Alle Punkte sind bereits bei einfachen elektrischen Systemen, die z.B. nur aus Schaltern und Verkabelung bestehen, gegeben.

Der Begriff Funktionale Sicherheit und die damit verbundene Philosophie addressieren grundsätzlich keinen bestimmten Industriezweig und wären daher universell einsetzbar.
Dass dies de facto nicht so gehandhabt wird, hat plausible historische Gründe, die im Folgenden vereinfacht umrissen werden sollen.

Im Jahr 1988 geschah das Piper Alpha Unglück, bei dem durch eine Verkettung von Umständen 170 Personen umgekommen sind und enormer Sachschaden entstanden ist.
Zu dieser Zeit gab es z.B. in den Bereichen Militär, Luftfahrt, Kraftwerkstechnik und Bahn bereits etablierte Prozesse und Standards, die im Grunde das wiederspiegelten, was man heute unter Funktionaler Sicherheit versteht. Diese Prozesse und Standards sind branchenspezifisch und unterscheiden sich zum Teil erheblich. In den restlichen zivilen Industriezweigen hat sich erst in den 1990er Jahren ein systematisches Sicherheitsdenken etabliert, das schliesslich 1996 in dem ersten Sicherheitsstandard IEC 61508 seinen normativen Status erreicht hat.
Funktionale Sicherheit betrifft also tendenziell diejenigen Industriezweige, für die es um 1990 noch keine allgemein genormte Sicherheitsgrundsätze gegeben hat.

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